Cissa's Berater

Veröffentlicht auf von Marlis

Cissa sass in ihrem Auto. Mitten auf dem Weg zur Arbeit wurde ihr mulmig. Sie bekam Herzrasen und hatte einen Druck auf der Brust. Was ist los?, fragte sie sich. Da fiel ihr auf dass es nichts unbekanntes ist, sondern sie hatte Angst. „Der Kerl macht mir Angst“, sagte sie sich. Ein Mann auf der Arbeit war aggressiv gewesen am Montag. Das machte ihr Angst. Sie überlegte, was sie machen könnte. Cissa rief ihre Firma an. Die Chefin war nicht da. Cissa überlegte wer noch in Frage käme, der ihr helfen könnte das Problem zumindest etwas zu erleichtern. Cissa hatte eine Idee. Wenn die Chefin immer noch nicht da ist, frage ich meinem Sozialarbeiter. Schiiesslich war sie ja an einem geschützten Arbeitsplatz und er war für solche Fälle auch da. Sie rief nochmal an und fragte, nachdem ihr gesagt wurde dass die Chefin noch nicht da war, ob den der Sozialarbeiter da sei. Er war da. Cissa fiel ein kleiner Stein vom Herzen. Sie redeten etwa 5 Minuten. Cissa dachte einige Zeit über das Gespräch nach. „Ja er hat recht. Gestern ging es ja und ich freue mich ja auf meine Arbeit.“ murmelte sie. Danach ging sie zur Arbeit. Erst ging es ihr besser, nach dem sie auch mit ihrer Chefin gesprochen hatte. Aber dann...Es ging nicht wie gewünscht. Also erklärte sie ihrer Chefin die Situation. Cissa ging danach nach Hause.

Zuhause überlegte sie, was sie tun könnte. Erst war ihr als hätte sie nun Kopfschmerzen. Sie wollte eine Tablette aus dem Schrank nehmen, aber da fiel ihr ein kleiner Briefumschlag auf. „Die Seelenapotheke...“ sagte sie zu ihrem Hund. Es war ihr als würde ihr Hund leicht nicken und lächeln. 

Cissa nahm die Notiz aus dem Briefumschlag. Sie könnte ja mal ihr inneres Team befragen. Sie legte sich aufs Bett und schloss die Augen. Da waren sie. Cissa bat ihr Team sich zu setzen. Alle waren an einem runden Tisch in einem blauen Raum. Cissa's Hund war auch dabei. Cissa erklärte die ganze Situation und fragte:“ Wer will etwas dazu sagen?“

Die 10 jährige, das kleine verschmitzte Mädchen hob ihren Finger. Das Mädchen sagte:“ Das ist ein böser Mann. Er mag niemanden. Solchen Männern muss man einfach möglichst aus dem Weg gehen.“

Die 15 jährige meldete sich als nächstes:“ Der Alte ist einfach voll krass drauf. Der lächelt wie ein Engelchen und ist doch ein Teufel.“ die 15 Jährige verstummte kurz und sprach dann weiter, „ lass dem sein Gebrechen. Streck dem Alten im Geheimen die Zunge rauss und ignorier den.“

Danach legte die 35 jährige, sie war sehr positiv eingestellt, die Arme auf den Tisch und sagte:“ Was machst du wenn zwei Hunde dominant umeinander laufen?“ Cissa antwortete:“ Hmm, ich beachte sie gar nicht.“ Die 35 jährige lächelte:“ Bei Menschen kann man das auch. Sag dir, der Mann ist es nicht Wert dass man seinen Worten glauben oder Aufmerksamkeit schenkt.“

Die erfahrene 50 jährige:“ Er ist Krank, Cissa. So wie du Angst hast, ist er unbeherrscht. Er ist wie eine Bombe. Aber lange nicht so gefährlich. Er ist eher eine Attrappe. Vielleicht sollte man ihn eher bemitleiden als Angst vor ihm zu haben. Sieh ihn an als wäre er ein kleiner Junge der ganz unzufrieden ist. Vielleicht hatte er einmal eine höhere Position und nun ist er hier bei euch. Kann er nicht einfach verletzt sein? Manchmal reissen ihm vielleicht noch nicht verheilte Wunden auf. Du weisst ja selber wie es ist.“ Cissa wurde nachdenklich:“ Ja, ich denke er ist einfach nur ein armer Kerl.“ Cissa nahm sich vor ihn als verletzter Mann zu sehen, der aus Verzweiflung einfach sich zu wehren versucht wo er nur kann.

Aber doch wollte sie noch einen Rat.  Sie ging zum Strand und rief ihren Delphin. Der Delphin machte ein Zeichen dass sie sich bei ihm festhalten soll. Sie kamen nach einer schönen Reise durchs Meer an eine Insel. Dort stand ihr weiser Dochas. Dochas sprach:“ Cissa ich habe dich erwartet. Ich kenne dein Problem schon. Komm wir gehen in mein Haus.“ Beide kamen in Cissa's Lieblingsraum. Der war voller wunderschöner, farbiger Kissen. Sie setzte sich dahin und hörte Dochas an. Dochas setzte sich neben ihr und erklärte:“ Du darfst dich nicht von ihm Ängstigen lassen. Du hast auf deiner Arbeit eine Aufgabe die dir Freude macht. Willst du wirklich dass nun er dir alles wieder zunichte macht, dass du jetzt mit Mut und Kampfeswillen aufgebaut hast? Er will das gar nicht. Er denkt gar nicht dran, dass er anderen Angst macht. Lass ihn einfach Leben so wie er es scheinbar möchte. Es ist hart für ihn, sich immer gegen Selbstverständlichkeiten zu wehren. Er wird es vielleicht irgendwann lernen. Du musstest auf deinem Weg auch viel lernen. Er ist nicht so weit wie du. Er ist auch nicht so Kampffähig wie du. Lass ihn seinen Weg gehen und lass ihn lernen.“ Cissa wusste das Dochas recht hatte. Er muss einfach lernen. So fand sie zumindest etwas Ruhe und Verständnis. Am andern Tag ging sie wieder zu Arbeit und dachte an ihre Berater. 

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